Schadenersatz


Wird der Bankkunde unrichtig informiert, so hat er einen Anspruch so gestellt zu werden, wie er bei richtiger Information stünde.

 

Die Schadensberechnung hat nach der sog. Differenzmethode zu erfolgen. Da es um den Ersatz des sog. "Vertrauensschaden" geht, muss sich der Kunde prinzipiell auch erlangte Vorteil aus dem rechtswidrig zustande gekommenen Geschäft anrechnen lassen.

 

Wir veranlassen für unsere Mandanten regelmäßig eine bankfachliche "Gegenüberstellungsrechnung" um den Schaden rechnerisch nachzuweisen. Dabei wird ein ratierlicher EUR-Kredit mit dem Fremdwährungskredit kalkulatorisch verglichen. Ein allfälliger Zinsvorteil in der Fremdwährung wird dabei in Anrechnung gebracht.  Durch die Endfälligkeit der Darlehen ist dieser Effekt allerdings relativ gering, weil mangels Tilgung laufend die Zinsen auf das volle Kapital gezahlt werden müssen.

 

Aus diesen Rechnungen wird regelmäßig sichtbar, dass die Zinsersparnis in der Fremdwährung gegenüber dem Währungsschaden geradezu verpufft. Es zeigt sich, dass eine Ersparnis von 1,5% p.a. keinesfalls das Risiko wert sein kann, am Ende mit 50% mehr an Schulden dazustehen.

 


Der Kunde hat Anspruch so gestellt zu werden, als wäre er richtig informiert worden.